Ziel dieser Studie war es zu bewerten, ob die Kombination aus konventioneller Behandlung und Akupunkturnadeltherapie sicher Schmerzen nach der endoskopischen submukosalen Dissektion (ESD) des Magens reduzieren kann. Es wurden 76 Patienten randomisiert aufgenommen (Interventionsgruppe 37, Kontrollgruppe 39). Die Kontrollgruppe erhielt die übliche postoperative Behandlung, die Interventionsgruppe erhielt zusätzlich zur konventionellen Behandlung innerhalb einer Stunde nach der Operation Akupunkturnadeltherapie an den beidseitigen Punkten Zusanli und Hegu über 72 Stunden. Der primäre Endpunkt war die Inzidenz von mittelschweren bis starken Schmerzen (VAS≥4) innerhalb von 72 Stunden postoperativ. Sekundäre Endpunkte umfassten Schmerzstärke, Analgetikaverbrauch, Angst-/Depressionsbewertungen, gastrointestinale Symptome, operationsbedingte Komplikationen und therapiebedingte unerwünschte Ereignisse. Die Inzidenz mittelschwerer bis starker Schmerzen in der Interventionsgruppe [21,6 % (8/37)] war signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe [46,2 % (18/39)] (absolute Differenz: -24,6 %, OR: 0,322, 95 % KI: 0,118–0,879, P < 0,05). Statistisch signifikante Unterschiede in den SF-MPQ-Werten nach 6, 12 und 24 Stunden postoperativ (P < 0,05) wurden in der Interventionsgruppe festgestellt, die medianen VAS-Werte waren um 2,0 bis 3,0 Punkte niedriger als in der Kontrollgruppe (P < 0,05). Kein signifikanter Unterschied wurde in Analgetikaverbrauch, Angst-/Depressionswerten, gastrointestinalen Symptomen oder operationsbedingten Komplikationen zwischen den Gruppen beobachtet. Zwei Patienten (5,4 %) zogen ihre Nadeln aus psychologischen Gründen vorzeitig, ohne die klinischen Ergebnisse zu beeinflussen. Fazit: Die Akupunkturnadeltherapie reduziert effektiv die Inzidenz mittelschwerer bis starker Schmerzen nach Magen-ESD, verbessert frühe Schmerzsymptome und weist eine gute Sicherheit auf.