Die Entstehung und Entwicklung von Schmerzemotionen steht in engem Zusammenhang mit strukturellen und funktionellen Veränderungen in zentralen neuronalen Schaltkreisen. Akupunktur kann Schmerzemotionen effektiv lindern und negative Gefühle im Zusammenhang mit Schmerzen wie Angst, Depression und schmerzbezogene Aversionserinnerungen reduzieren. Der Mechanismus steht in engem Zusammenhang mit der Regulation spezifischer neuronaler Schaltkreise durch Akupunktur. Dieser Artikel ordnet die mit Schmerzemotionen zusammenhängenden Schaltkreise bei Akupunkturinterventionen und fasst die mit Angst verbundenen Schaltkreise zusammen, darunter den vorderen gyrus cinguli zur Thalamus (rACC^Glu→Th), den vorderen gyrus cinguli zum dorsalen Raphe-Nukleus (rACC^Glu→DRN), den vorderen gyrus cinguli zur ventrolateralen periaquäduktalen grauen Substanz (rACC^Glu→vlPAG), die basolaterale Amygdala zum vorderen gyrus cinguli (BLA^CaMKⅡ→rACC) und das ventrale tegmentale Areal zum Nucleus accumbens (VTA^DA→NAc); die mit Depression verbundenen Schaltkreise sind der infralimbische Kortex zur basolateralen Amygdala (IL^CaMKⅡα+→BLA); die mit schmerzbezogener Aversionserinnerung und Belohnung verbundenen Schaltkreise sind der infralimbische Kortex zum Nucleus accumbens (IL^Glu→NAc). Akupunktur kann schmerzlindernd und angstlösend wirken, indem sie rACC^Glu→Th, rACC^Glu→vlPAG hemmt und rACC^Glu→DRN, BLA^CaMKⅡ→rACC, VTA^DA→NAc aktiviert; schmerzlindernd und antidepressiv durch Hemmung des IL^CaMKⅡα+→BLA-Schaltkreises; und schmerzlindernd sowie schmerzbezogene Aversionserinnerung und Belohnung regulierend durch Aktivierung des IL^Glu→NAc-Schaltkreises. Dies liefert eine Referenz für die Erforschung und Anwendung neuronaler Schaltkreismechanismen der Akupunktur bei der Behandlung von Schmerzemotionen.