Wirkung der Elektroakupunktur an den Punkten Hegu und Quchi auf die Regulation des PAR2/TRPV3-Signalwegs und den Parthanatos-Zelltod bei Mäusen mit atopischer Dermatitis
Ziel war es, die Wirkung der Elektroakupunktur an den Punkten Hegu und Quchi auf den Protease-aktivierten Rezeptor 2 (PAR2)/Transienten Rezeptorpotential Vanilloid 3 (TRPV3)-Signalweg zu untersuchen, insbesondere hinsichtlich inflammatorischer Hautschäden, Juckreiz und PARP1-abhängigem Zelltod (Parthanatos) bei Mäusen mit atopischer Dermatitis (AD), und den möglichen Mechanismus der Behandlung mittels Elektroakupunktur zu erforschen. 36 männliche BALB/c-Mäuse wurden zufällig in drei Gruppen eingeteilt: Normalgruppe, Modellgruppe und Elektroakupunkturgruppe, jeweils 12 Tiere. Das AD-Modell wurde durch topische Applikation von Calcipotriol (MC903) erstellt. Nach erfolgreicher Modellierung wurde in der Elektroakupunkturgruppe die bilaterale Stimulation der Punkte Hegu und Quchi einmal täglich für 30 Minuten über 7 aufeinanderfolgende Tage durchgeführt. Vor und nach der Intervention wurden der Schwereindex der atopischen Dermatitis (SCORAD) und die Kratzhäufigkeit bei den Mäusen erfasst; HE-Färbung zur Beobachtung der histopathologischen Hautstruktur; TUNEL-Färbung zum Nachweis der Apoptose der Hautzellen; Western Blot zur Bestimmung der Proteinexpression von PAR2/TRPV3 Signalweg, Interleukinen (IL-33, IL-31, IL-13), Poly-ADP-Ribose-Polymerase 1 (PARP1), mitochondrialem Apoptose-induzierendem Faktor 1 (AIFM1) und Makrophagen-Migrationsinhibitorfaktor (MIF); quantitative Echtzeit-PCR zur Messung der mRNA-Expressionslevel; Immunfluoreszenz zur Detektion der PARP1-Expression. Im Vergleich zur Normalgruppe zeigten die Modellgruppe signifikant erhöhte SCORAD-Werte, Kratzhäufigkeit, Apoptoserate sowie erhöhte Protein- und mRNA-Expressionslevel von PAR2, TRPV3, inflammatorischen und Parthanatos-bezogenen Faktoren (P<0,01, P<0,05) sowie gesteigerte PARP1-Fluoreszenzintensität (P<0,01). Im Vergleich zur Modellgruppe waren diese Werte in der Elektroakupunkturgruppe signifikant reduziert (P<0,01, P<0,05). Die HE-Färbung zeigte schwere Hautläsionen mit einer ausgeprägten Epidermisproliferation und ausgeprägter entzündlicher Zellinfiltration in der Modellgruppe; in der Elektroakupunkturgruppe war die Epidermisstruktur relativ intakt, Läsionen wurden reduziert und die entzündliche Zellinfiltration war geringer. Fazit: Die Elektroakupunktur an den Punkten Hegu und Quchi kann inflammatorische Hautschäden und Juckreiz bei AD-Mäusen verbessern, vermutlich durch Herunterregulierung des PAR2/TRPV3-Signalwegs und Hemmung des Parthanatos in Hautzellen.