Interventionseffekt der Kombination aus Mendelsohn-Technik und Wärmemoxibustion an Lianquan auf Schluckfunktion und Komplikationen bei Patienten mit Dysphagie nach Schlaganfall
Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit der Kombination aus Mendelsohn-Technik und Wärmemoxibustion an der Akupunkturstelle Lianquan bei Schluckstörungen nach einem Schlaganfall zu untersuchen. 105 Patienten mit post-stroke Dysphagie wurden ausgewählt und zufällig in 3 Gruppen mit je 35 Patienten eingeteilt. Kontrollgruppe 1 erhielt die Mendelsohn-Technik, Kontrollgruppe 2 die Wärmemoxibustion an Lianquan, und die Beobachtungsgruppe erhielt die Kombination beider Methoden, jeweils über 4 Wochen. Verglichen wurden die klinische Wirksamkeit, die Beweglichkeit der lateralen Rachenwand, die Beweglichkeit des Zungenbein-Larynx-Komplexes, Oberflächen-Elektromyographie (sEMG), Schluckfunktion [Wada-Trinktest (WST), standardisierte Bewertungsskala der Schluckfunktion (SSA), Schluckfunktions-Röntgen (VFSS)], lebensqualitätsspezifische Skala für Dysphagie (SWAL-QOL), Ernährungsstatus [Serumpräalbumin (PA), Albumin (ALB), Transferrin (TRF)] sowie Komplikationen und unerwünschte Wirkungen. Die Gesamtwirksamkeit in der Beobachtungsgruppe betrug 94,29%, was deutlich höher war als in Kontrollgruppe 1 (71,43%) und Kontrollgruppe 2 (68,57%, P<0,05). Nach 4 Wochen zeigten Beobachtungs- und Kontrollgruppen signifikante Verbesserungen bei der Beweglichkeit der lateralen Rachenwand, dem Aufwärts- und Vorwärtsbewegung des Zungenbeins und Schildknorpels, maximaler Wellenamplitude, VFSS-Werten, Lebensqualitätsbewertung sowie den Serumwerten ALB, TRF und PA (P<0,05), wobei die Werte in der Beobachtungsgruppe höher lagen (P<0,05). Schluckdauer, WST und SSA Werte nahmen signifikant ab, wobei die Beobachtungsgruppe niedrigere Werte hatte (P<0,05). Während der Intervention trat nur in Kontrollgruppe 2 bei einem Patienten eine kleine Blase an der Moxibustionsstelle auf, ansonsten gab es keine auffälligen Veränderungen der Vitalzeichen oder Routinekontrollen in den drei Gruppen. Die Komplikationsrate nach 3 Monaten war in der Beobachtungsgruppe (2,86%) niedriger als in Kontrollgruppen 1 (25,71%) und 2 (31,43%, P<0,05). Fazit: Die Kombination der Mendelsohn-Technik mit Wärmemoxibustion an Lianquan verstärkt effektiv die Pharynxmuskulatur bei Patienten mit Dysphagie nach Schlaganfall, verbessert sEMG, fördert die Wiederherstellung der Schluckfunktion und wirkt sich positiv auf die Reduzierung assoziierter Komplikationen sowie die Verbesserung von Ernährung und Lebensqualität aus.