Mechanismus der ganzheitlichen Regulation durch Elektroakupunktur der Hautbarriere, des Juckreizes und des Immunungleichgewichts bei Mäusen mit atopischer Dermatitis
Ziel war die Untersuchung der Wirkung und des Mechanismus der Elektroakupunktur auf die Hautbarriere, die Entzündungsreaktion und den Juckreiz bei Mäusen mit atopischer Dermatitis (AD). Methoden: 40 weibliche BALB/c-Mäuse wurden zufällig in Normalgruppe, Modellgruppe, Elektroakupunkturgruppe und Scheinelektroakupunkturgruppe (n=10) eingeteilt. Mit Ausnahme der Normalgruppe wurden bei den anderen Gruppen durch lokale Applikation von Calcipotriol (MC903) über 14 Tage AD-Modelle induziert. Die Elektroakupunktur wurde gleichzeitig mit der Modellierung durchgeführt („Zusanli“ + um die Hautläsion, 100 Hz, 3 mA, 30 Min/Tag, jeden zweiten Tag); bei der Schein-Elektroakupunktur erfolgte eine oberflächliche Nadeldicke neben den Akupunkturpunkten ohne Stromleitung. Vor und nach der Intervention wurden Hautläsionen (SCORAD-Score) und Kratzverhalten bewertet. Nach der Intervention wurden mit HE-Färbung pathologische Veränderungen der Haut untersucht und die Epidermisdicke gemessen; mittels ELISA wurden Serumspiegel von IgE, IL-4, IL-5 und IL-13 bestimmt; Western blot und qPCR wurden verwendet, um Protein- und mRNA-Expressionsniveaus von Filaggrin (FLG), Loricrin (LOR), IL-4, IL-31, Calcitonin-Genassoziiertem Peptid (CGRP) und transientem Rezeptor-Potential Vanilloid 1 (TRPV1) in der Haut zu bestimmen. Im Vergleich zur Normalgruppe zeigten die Modellmäuse erhöhte Hautläsionsscores und Kratzmotivation (P<0,01), verdickte Haut mit inflammatorischer Infiltration, signifikant erhöhte IgE-, IL-4-, IL-5- und IL-13-Spiegel (P<0,01) sowie verringerte Protein- und mRNA-Expressionen von FLG und LOR (P<0,01). Entzündliche Juckreizfaktoren IL-4, IL-31, CGRP und TRPV1 waren erhöht (P<0,01). Im Vergleich zur Modellgruppe zeigten die Mäuse der Elektroakupunkturgruppe verminderte Läsionswerte und Kratzverhalten (P<0,01), gesenkte Serumspiegel von IgE, IL-4, IL-5 und IL-13 (P<0,01), erhöhte Expressionsniveaus von FLG und LOR (P<0,01) sowie verminderte entzündliche Juckreizfaktoren (P<0,01). Die Wirkung der Elektroakupunktur war signifikant besser als die der Schein-Elektroakupunktur (P<0,01). Schlussfolgerung: Elektroakupunktur könnte die Hautbarriere durch Hochregulation von FLG und LOR reparieren, die Freisetzung von CGRP hemmen und die Spiegel von IL-4, IL-5, IL-13 und IL-31 senken, wodurch Entzündungen, Juckreiz und Immunungleichgewicht bei AD gelindert und eine umfassende Regulation erreicht wird.